„Sag mir, wo du stehst (Demokratiesong)" — jetzt auch als Musikvideo

Das Musikvideo ist da. Zweieinhalb Minuten, gedreht im Fotostudio, dazu die Globus-Ballons vom Single-Cover. Die schweben, drängeln, explodieren — und einer stupst mich an, weil ich offenbar einen Schubs brauchte.

Warum es diesen Song schon einmal gab

1967 schrieb Hartmut König „Sag mir, wo du stehst“, gesungen vom Oktoberklub. Es wurde das bekannteste Lied der DDR-Singebewegung, fast jeder kannte es. Und es verlangte Haltung — wobei wenig Zweifel daran blieb, welche gemeint war.

Mein Song stellt dieselbe Frage, meint aber etwas anderes. Aus „Bekenne dich“ wird „Entscheide dich“. Aus der Aufforderung eine Einladung in Form eines entspannten Reggae.

Der Zusatz „(Demokratiesong)“ im Titel geht auf eine Verständigung mit Hartmut König zurück, um die Songs noch mehr voneinander abzugrenzen.

Worum es geht — und worum nicht

Keine Partei, kein Lager, kein Kandidat. Der Song wirbt für nichts als das Wählen selbst.

„Ein falsches Kreuz und die Welt ist im Arsch“ ist dabei keine Drohung, sondern eine Erinnerung: Es kommt auf jede Stimme an. Auch auf die, die lieber zu Hause bleiben möchte. Am 6. September 2026 wird in Sachsen-Anhalt gewählt und der Ausgang der Wahl wird auch die Politik der Bundesrepublik beeinflussen.

Wie das Video entstanden ist

Gedreht wurde an einem einzigen Tag vor schwarzem Hintergrund — mehrere Durchläufe zum Playback, aus denen ich später wie mit mehreren Kameras schneiden konnte.

Kamera: Michael Bader aus Leipzig. Schnitt und alles Weitere: ich, mit einigen Nächten mehr als geplant.

Die Ballon-Sequenzen sind KI-erzeugt aus Bildvorlagen, die vom Portraitshooting mit Michael Bader stammen.

Für den Moment, in dem mich ein Ballon anstößt, habe ich gefühlt eine halbe Ewigkeit gebraucht — die Modelle wollten den Aufprall partout weich ausschwingen lassen, statt ihn stattfinden zu lassen. Am Ende hat es geklappt, und ich mag diese zwei Sekunden inzwischen sehr.

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